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Feier zur Verleihung des Tee-Namens

  • Autorenbild: 高橋宗真
    高橋宗真
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

„Shoza“ (erster Teil der Zusammenkunft)

„Goza“ (zweiter Teil der Zusammenkunft)


Der Mai ist die Zeit, in der der „Furo“ (tragbarer Feuerbehälter) zum ersten Mal im Jahr verwendet wird.

Im vergangenen Herbst erhielten zwei meiner Schüler – beide in ihren Zwanzigern – ihre Tee-Namen. Um diesen Anlass zu würdigen, veranstalteten wir eine „Chaji“ (formelle Tee-Zusammenkunft) im Meisho-an in Saginuma. Beide beschäftigen sich seit acht bis zehn Jahren mit der Teekunst und haben wunderbare Fortschritte gemacht.


Eine Chaji ist eine formelle Tee-Zusammenkunft, die das Ritual des Kohleauflegens („Sumi-temae“), eine „Kaiseki“-Mahlzeit sowie das Servieren von sowohl dickflüssigem Tee („Koicha“) als auch dünnflüssigem Tee („Usucha“) umfasst. Obwohl es verschiedene Varianten gibt – wie etwa die morgendliche Chaji im Sommer oder die „Yobanashi“ (Abendzusammenkunft) im Winter –, handelte es sich bei dieser Veranstaltung um eine Chaji zur Mittagszeit. Bei einer Chaji haben sowohl der Gastgeber als auch die Gäste spezifische Rollen inne, und der Ablauf folgt einer festgelegten Abfolge.


Der erste Teil der Zusammenkunft wird „Shoza“ (erster Teil) genannt; die Gäste reinigen sich die Hände am „Tsukubai“ (Steinbecken), bevor sie den Teeraum betreten. Nach der Kaiseki-Mahlzeit findet das Ritual des Kohleauflegens statt, um das Feuer für das Erhitzen des Wassers im Kessel vorzubereiten. Anschließend legen die Gäste eine kurze Pause („Nakadachi“) ein, bevor sie erneut den Teeraum betreten. Der zweite Teil, „Goza“ (zweiter Teil) genannt, ist dem Servieren von dickem und dünnem Tee gewidmet.


Während der Shoza zeigt die Hängerolle die Kalligrafie „薫風自南来 Kunpū minami yori kitaru“ (Eine duftende Brise weht aus dem Süden). Dieser Zen-Spruch ist mit dem Monat Mai verbunden und wurde vom Oberpriester des Engaku-ji-Tempels in Kamakura verfasst. Für die Goza wird die Rolle durch ein hängendes Blumenarrangement ersetzt, bei dem Schwertlilien eine zarte, jahreszeitliche Note verleihen.


Als Tee-Regal dient das „Sanun-dana“ (Berg-und-Wolken-Regal), ein von Hounsai bevorzugtes Design. Es wird kombiniert mit einer „Natsume“ (Tee-Dose), die mit einer Lackmalerei entfernter Berge verziert ist, sowie einem blau-weißen „Mizusashi“ (Wassergefäß) in Form einer Taro-Wurzel, das mit einer Landschaftsmalerei versehen ist. Der von Sekio gefertigte Teeschöpfer trägt den Namen „Hakuun“ (Weiße Wolke). Zusammen vermitteln diese Utensilien auf wunderbare Weise die Frische des Frühsommers. (Foto oben)


Bei dem dickflüssigen Tee (Koicha) handelt es sich um „Iwai no Mukashi“ von Ryu-o-en in Kyoto, während der dünnflüssige Tee (Usucha) „Kenkyu no Shiro“ von Gion Tsujiri ist. Die Trockensüßigkeiten mit dem Namen „Fuji & Mizu“ (Blauregen und Wasser) stammen von Tsuruya Hachiman. Eine Freundin aus der Schulzeit hatte diese Süßigkeiten für das Treffen geschickt, und ich war tief berührt von ihrer Aufmerksamkeit. Das „Tenshin“ (eine leichte Mahlzeit) wurde an diesem Tag im Meisho-an zubereitet; der warme Reis und die milden Aromen wirkten wunderbar wohltuend. (Foto unten)


Das Meisho-an ist ein Teehaus in Saginuma an der Den-en-toshi-Linie, das ich schon seit mehr als zwanzig Jahren kenne. Während meiner Ausbildung in der Teekunst veranstaltete ich dort einst eine „Chaji“ (vollständige Teezeremonie); nun kehrte ich nach zehn Jahren zum ersten Mal dorthin zurück. Da meine Teeschule im vergangenen Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feierte und einige Schüler ihre Teenamen erhielten, war es für mich von besonderer Bedeutung, erneut ein Treffen in diesem für mich so unvergesslichen Teehaus abzuhalten.


Obwohl es am Morgen stark geregnet hatte, klarte der Himmel am Nachmittag auf, und das frische Grün entlang des Gartenpfades wirkte besonders schön.

Ich habe das Gefühl, dass auch meine Schule in eine neue Phase eintritt.

Das letzte Foto zeigt die gesamte Gruppe. Es war ein herzliches und unvergessliches Treffen.



 
 
 

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